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WLAN Mesh-Test – AVM FritzBox, Powerline und Repeater

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Test mit Fritz! App WLAN (Beta)

Auf einem Android-Tablet und Smartphone lässt sich mit der Fritz! App WLAN überprüfen, mit welchem WLAN-Zugangspunkt man gerade verbunden ist und wie die Signalstärke ausfällt.

Mit der Beta-Version der Fritz! App WLAN lässt sich auch komfortabel die Bandbreite zum jeweiligen Zugangspunkt messen.

Zunächst zeigt die App die direkte Verbindung zum Hauptrouter, einer FritzBox 7490. Das Clientgerät befindet sich zunächst in unmittelbarer Nähe zum Router und wird dann schrittweise entfernt.

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Fritz!App WLAN Mesh-Test: Verbindung mit FritzBox 7490

Der Netto-Datendurchsatz beträgt laut Messung im unmittelbaren Umfeld der FritzBox gute 300 Mbit/s auf dem 5 Ghz-Band.

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Datendurchsatz zur Fritz!Box

Während des Entfernens des Tablets ist erkennbar, wie die Signalstärke stetig abnimmt. In einem WLAN ohne Mesh-Funktionalität wäre ab einer gewissen Entfernung ein Abbruch der Verbindung erkennbar. Die Signalstärke des WLAN-Signals der FritzBox 7490 wird zu schwach und das Clientgerät würde sich kurz darauf mit einem der Repeater 1750E verbinden.

Hier, im Mesh-Netz, erfolgt die Verbindung mit dem Repeater 1750E ohne Abbruch der Verbindung und wird vom Mesh-Netz selbst ausgelöst. Das System erkennt, dass ein Repeater 1750E eine bessere Verbindung zur Verfügung stellen kann.

Folgender Screenshot zeigt den Signalstärkeverlauf ohne vollständigen Abbruch der Verbindung. Das Tablet ist ab sofort mit einem der Repeater verbunden.

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Fritz!App WLAN Mesh-Test: Verbindung mit Repeater 1750E

Respektable 231 Mbit/s lassen sich jetzt messen.

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Datendurchsatz zum Repeater 1750E

Dieser Wert gilt jedoch nur für die Qualität des WLANs zum Repeater. Wie sieht es mit der weiteren Verbindung zur FritzBox und schließlich zum Internet aus?

In der Heimnetzübersicht der Fritz!Box lassen sich jederzeit die aktuellen Datenraten zu verbundenen Netzwerkkomponenten ablesen. (siehe oben)

Ein Speedtest vom Endgerät aus zeigt für WLAN sehr gute Down- und Upstream-Werte bei einer 400/25 Mbit/s-Leitung.

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Downstream über WLAN-Mesh Fritz! Repeater 1750E

Entfernt man sich nun noch weiter – also auch von diesem Repeater – erkennt das Mesh-System den zweiten Repeater 1750E als besseren Zugangspunkt zum WLAN.

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Fritz!App WLAN Mesh-Test: Verbindung mit zweitem Repeater 1750E

Lässt man während des Herumlaufens mit dem Endgerät die WLAN-Durchsatzmessung laufen, ist der Netzwechsel durch eine Linie im Diagramm markiert. Ein Abbruch der Verbindung erfolgt nicht.

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AVM WLAN-Mesh: Durchsatzmessung mit Netzwechsel zu anderem Repeater 1750E

Auch hier (im obersten Stockwerk der Wohnung) konnte ich also eine gute Bandbreite erreichen.

Und welche Vorteile habe ich?

Inwiefern unterscheidet sich das alles nun zu einem Aufbau mit klassischen Repeatern bzw. mit AccessPoints, die an einem Kabel angeschlossen sind?

Für mich persönlich ergeben sich aus dem günstigen Mesh-Aufbau mit (vorhandener) AVM-Hardware folgende Vorteile:

  • AVM bietet den günstigsten und einen sehr einfach zu konfigurierenden Einstieg in die Mesh-Technik ohne spezielle (Mesh-) Hardware
  • Der Wechsel der WLAN-Zugangspunkte bei schwachem Signal erfolgt, ausgelöst durch das Mesh-System, vollautomatisch und ohne Unterbrechung
  • Ausweichen auf Powerline mit gekoppelten AccessPoints nicht nötig
  • Die Repeater nutzen keine separaten Sende- und Empfangskanäle, wodurch die Bandbreite halbiert werden würde
  • Band Steering weist dem Endgerät das WLAN-Band mit der besten Qualität zu

Den Vergleich zum klassischen Repeater-Betrieb mit identischer Hardware (Repeater 1750E) zeigt abschließend folgender Screenshot einer Messung von Down- und Upstream zum Endgerät.

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Down- und Upstream im klassischen Repeatermodus

Zusammenfassung – und was brauche ich?

Abschließend lässt sich festhalten, dass WLAN Mesh gegenüber dem Repeaterbetrieb klare Vorteile mit sich bringt. Und AVM bringt diese auf die eigene weit verbreitete Heim-Hardware, sodass teure Systeme nicht zwingend notwendig sind.

Ich zeige hier kurz die verwendete bzw. getestete Hardware von AVM. Durch einen Kauf bei Amazon über die Links könnt ihr diesen Blog unterstützen.


AVM FRITZ!Box 7490 WLAN AC + N Router (VDSL/ADSL, 1.300 Mbit/s (5 GHz), 450 Mbit/s (2,4 GHz), DECT-Basis, Media Server) geeignet für Deutschland

AVM FRITZ!Box 7490 WLAN AC + N Router (VDSL/ADSL, 1.300 Mbit/s (5 GHz), 450 Mbit/s (2,4 GHz), DECT-Basis, Media Server) geeignet für Deutschland *
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AVM FRITZ!Box 7560 WLAN AC + N Router (VDSL-, ADSL-/ADSL2+-Modem, 866 MBit/s, TK-Anlage für Voice over IP mit DECT-Basis, Media Server) *
  • VDSL- und ADSL-/ADSL2+-Modem, läuft an jedem DSL-Anschluss, VDSL-Vectoring, moderner WLAN AC+N Router mit bis zu 866 MBit/s, unterstützt WLAN-Mesh

AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E (Dual-WLAN AC + N bis zu 1.300 MBit/s 5 GHz + 450MBit/s 2,4 GHz), Rot/Weiß, deutschsprachige Version

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8 Kommentare

    1. Hallo,
      ja, nach Einbindung eines Repeaters in das Mesh-Netzwerk, lässt sich die Zugangsart im Webinterface des Repeaters auf „LAN-Brücke“ stellen.
      Rein technisch wird es sich dann aber nicht mehr unbedingt um den klassischen AP handeln, weil die APs dann auch untereinander kommunizieren dürften. Bestenfalls nutzt der Mesh-AP dann seine Kabelverbindung zum Mesh-Master als Rückkanal.

  1. Hallo,

    eine Sache habe ich immer noch nicht ganz verstanden – ich habe zwei 7590 bei mir, einer als Mesh-Master an DSL, der zweite als Mesh-Slave über Lan-Kabel verbunden. Die APs haben zwei unterschiedliche AP-Namen. Ich steh auf dem Schlauch, wie ich meinen Geräten „sagen“ soll, in welches Netz sie sich einwählen sollen… Muss ich beide AP mit demselben Namen benennen? Oder habe ich noch einen Denkfehler? Einer der „selling points“ von Mesh ist ja, dass man nur noch einen AP-Namen hat und sich die Geräte selbst den stärksten Punkt suchen?

    Danke!
    Jens

    1. Hallo Jens,

      die Einbindung einer zweiten FritzBox in ein Mesh-Netzwerk über LAN scheint tatsächlich eine Besonderheit bzw. so ohne weiteres gar nicht vorgesehen zu sein. Damit die zweite FritzBox überhaupt eine Art Slave-Status bekommen kann, muss unter WLAN –> Mesh/Repeater der Punkt Betriebsart „Repeater“ ausgewählt werden.
      Bei den Fritz-Repeatern kann man nachträglich noch die Zugangsart zum Netzwerk anpassen (LAN/WLAN). Klappt bei dir denn zumindest die Mesh-Einbindung per WLAN?

  2. Hallo Zusammen,
    mal sehen wie lange AVM noch die ganzen Kabelkunden mit einem entsprechenden Firmware Update warten lässt. Ich habe eine FritzBox 6590 Cable und 2 WLAN Repeater DVB-C (die sind Baugleich mit den 1750E Repeatern) aber für kein aktuelles Gerät gibt es bisher eine MESH Firmware…
    LG vor allem an AVM

  3. Hallo. Bin technisch nicht sehr stark. Habe eine FB6490 u einen Repeater Fritz 1750.
    Macht es Sinn bzw wie funktioniert ein Zusammenschluss des Repeaters mit mit Fritz Powerline 1240 E. Vielen Dank

    1. Hallo Heinz,
      ja, die FritzBox 6490 hat mittlerweile FritzOS 7 erhalten, welches die Mesh-Funktionalität mitbringt. Gleiches gilt für den genannten Repeater.
      Beide Geräte lassen sich also entsprechend verbinden, indem man den Repeater 1750E als Mesh-Repeater an die FritzBox anmeldet. Wie das geht, ist hier beschrieben:
      https://avm.de/service/mesh/faqs/fritzwlan-repeater-ins-mesh-einbinden/article/show/194_FRITZ-WLAN-Repeater-per-WLAN-ins-Mesh-einbinden/

      Wie genau wird denn dann der PowerLine 1240E bei dir eingesetzt? Ob das sinnvoll ist, hängt vom gewünschten Ergebnis und den räumlichen Gegebenheiten ab.

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